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Raphael Cheenath: „Zu Gast bei Freunden“

13.06.2009

Raphael Cheenath: „Zu Gast bei Freunden“

 

Erzbischof Raphael Cheenath fühlte sich „zu Gast bei Freunden“, als er die Feierlichkeiten zum 100. Todestag des Begründers des Steyler Missionsordens, Arnold Janssen, im niederrheinischen Goch zu einem viertägigen Abstecher in die Lippestadt nutzte. Am Mittwoch berichtete der kirchliche Würdenträger im Hotel „Ickhorn“ über die weiterhin schwierige Situation der Christen in seiner Diözese im indischen Cuttack-Bhubaneswar nach den Verfolgungen durch Hindu-Fundamentalisten im vergangenen Jahr.

 

„Rund 5000 Häuser sowie zahllose Kirchen und Pfarrhäuser wurden zerstört, doch inzwischen organisieren wir gemeinsam mit der evangelischen Kirche den Wiederaufbau vor Ort“, setzte Erzbischof Cheenath mit dieser Ankündigung ein erkennbares Zeichen der Hoffnung. Aufgrund seines Protestes habe sich zudem die indische Regierung bereit erklärt, die Hälfte der Kosten für den Wiederaufbau zu übernehmen.

 

Wilhelm Lülf, Vorsitzender des Fördervereines Rourkela, erinnerte daran, dass Erzbischof Cheenath in der Nachfolge des Werner Ehrenbürgers und Begründers des Sozialinstitutes Seda-Savan, Bischof Hermann Westermann, stets die schulische Ausbildung von Kindern und Jugendlichen vorangetrieben habe.

 

„Ohne Schulen kein Fortschritt“, lautet seine Devise. Dies gelte im besonderen für die rückständigen Landbezirke, wo zahlreiche Internate errichtet und betreut werden – zum Großteil finanziert aus den zahlreichen Spenden auch aus der Lippestadt.

 

Dieses vorbildliche Engagement gelte es weiterhin zu unterstützen, ebenso wie das selbstlose Wirken von Pater Alapatt im Sozialinstitut Seda-Savan in Rourkela, meinte Lülf.

 

An dieser Einschätzung knüpfte auch der Erste Beigeordnete Lothar Christ an, der am gestrigen Freitag als offizieller städtischer Vertreter den indischen Erzbischof willkommen hieß.

 

 

In der Besinnung auf das humanitäre und soziale Wirken von Bischof Hermann Westermann sei es Verpflichtung für die Stadt Werne, das Andenken an den Werner Ehrenbürger lebendig zu halten.

 

Einen entscheidenden Beitrag dazu leiste vor allem der nunmehr im 25. Jahr bestehende Förderverein Rourkela, betonte Lothar Christ.

 

 

Foto: Vorschaubild zur Meldung: Raphael Cheenath: „Zu Gast bei Freunden“